Wissen zur Bibel

Worum geht es in der Bibel? Wie ist sie entstanden? Und wie finde ich mich in diesem dicken Buch zurecht? Auf diesen Seiten finden Sie umfangreiche Informationen zu allem, was man über die Bibel wissen sollte.
Die Bibel ist eigentlich eine ganze Bibliothek, besonders wenn es um ihre inhaltliche Vielfalt geht, denn sie ist eine Sammlung aus verschiedenen Einzelschriften und Büchern. Viele Themen sind dabei nach wie vor aktuell, auch wenn sie vor mehreren tausend Jahren aufgeschrieben wurden. Kenntnisse über die Entstehung der Bibel hilft uns sie besser zu verstehen und uns in diesem dicken Buch zurecht zu finden.

Quelle: Deutsch Bibelgesellschaft: https://www.die-bibel.de/bibeln/wissen-zur-bibel/
DER LANGE WEG DER BIBEL

Die Geschichten der Bibel erzählen von Erlebnissen und davon, wie Menschen Gott begegnet sind. Die meisten dieser Geschichten handeln von historischen Personen, die vor langer Zeit gelebt haben. In anderen Texten geht es um ganz persönliche Fragen, die Menschen heute genauso betreffen wie damals.

Diese Erlebnisse wurden weitererzählt, denn die wenigsten Menschen konnten damals lesen und schreiben. So spiegelt sich in den Erzählungen der Väter und Mütter Israels auch deren Welt wider. Noch zur Zeit der Könige und sogar zur Zeit Jesu wurden viele Geschichten zunächst erzählt, bevor sie aufgeschrieben wurden.

Mit der Verschriftlichung wollten die Menschen die Erlebnisse und Erzählungen bewahren. Die aufgeschriebenen Geschichten wurden in Büchern gesammelt und die Bücher zu den Teilen der Bibel zusammengestellt. Nicht alle Schriften über biblische Themen, die es damals gab, wurden als „Heilige Schriften“ anerkannt und in die Bibel aufgenommen. Die Auswahl und Zusammenstellung der biblischen Bücher nennt man „Kanon“. Bereits vor der Zeit Jesu wurden Schriften des Alten Testaments von jüdischen Gelehrten zu einem Buch zusammengefügt und etwa 400 Jahre nach Jesu Geburt lag die Bibel schließlich so vor, wie wir sie heute kennen.

Hier finden sich Informationen zu folgenden Themen:
  • Wie die Bibel wurde, was sie ist
    Die Bibel hat eine jahrtausendalte Erzähltradition. Denn lange bevor die Schriftkultur entstand, wurden von einer Generation zur nächsten wesentliche Erfahrungen mit Gott und der Welt mündlich weitergegeben.
  • Entstehung des Alten und Neuen Testaments
    Die Entstehung der Bibel war ein sehr lebendiger Prozess, der sich von einer jahrhundertelangen mündlichen Erzähltradition zu schriftlichen Aufzeichnungen entwickelt hat.
  • Der Kanon
    Der Kanon ist die Zusammenstellung der biblischen Bücher. Seine Entstehung hat sich in mehrenen Etappen vollzogen und nicht alle Schriften wurde in die Sammlung aufgenommen, wobei verschiedene Kriterien eine Rolle gespielt haben.
  • Textüberlieferung
    Auch wenn von den ursprünglichen Manuskripten, wie den Worten der Propheten oder Briefe an die Gemeinde Roms, nicht erhalten sind, so liegen uns doch Abschriften der Orignale vor. Denn die einzige Möglichkeit der Vervielfältigung – vor der Erfindung des Buchdrucks – war die handschriftliche Kopie.
  • Das Thomas-Evangelium
    Das Thomasevangelium ist Teil eines Handschriftenfundes in der Nähe der ägyptischen Stadt Nag Hammadi, wo im Dezember des Jahres 1945 eine ganze Reihe frühchristlicher Schriften entdeckt wurden.
EINE BIBLIOTHEK MIT VIELEN BÜCHERN

Die Bibel ist ein Buch mit Geschichte. Das Wort „Bibel“ stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet „Bücher“ (biblia). Denn die Bibel ist eigentlich eine Sammlung von verschiedenen Einzelschriften bzw. „Büchern“. Sie besteht in evangelischen Bibelausgaben aus 39 Schriften des Alten Testaments, 27 des Neuen Testaments und 11 Spätschriften des Alten Testaments (Apokryphen bzw. Deuterokanonische Schriften). In katholischen Bibelausgaben gehören die Spätschriften zum Kanon des Alten Testaments, der also 46 Schriften umfasst. Die Sammlung von insgesamt 77 einzelnen Büchern kann deshalb durchaus mit einer Bibliothek verglichen werden.

Hier finden sich Informationen zu folgenden Themen:
  • Altes Testament
    Die Bücher des Alten Testaments lassen sich in vier Gruppen gliedern: Die Gesetzesbücher, die Geschichtsbücher, die Lehr- und poetischen Bücher sowie die Prophetenbücher.
  • Neues Testament
    In den 27 Schriften des Neuen Testaments wird entfaltet, was Jesus Christus für den einzelnen Menschen und für das Heil der ganzen Welt bedeutet.
  • Spätschriften des Alten Testaments
    Welche Bücher zu den hebräischen heiligen Schriften gehören sollten, wurde im 1. Jahrhundert n.Chr. festgelegt. Einige Bücher wurde dabei nicht aufgenommen: Die Spätschriften.
  • Inhaltsübersicht
    Die Vielfalt der biblischen Schriften und ihre Anordnung in Gruppen macht es nicht ganz einfach, sich schnell über den Inhalt einzelner Bücher zu informieren. Die Übersicht wird Ihnen dabei helfen.
  • Anordnung und Namen der biblischen Bücher
    Die Zusammenstellung bestimmter biblischer Schriften nach übergeordneten Gesichtspunkten besteht schon lange. Schon die hebräische Bibel hat eine solche Gliederung.
  • Abkürzungen der Bibel
    Alphabetisches Inhaltsverzeichnis und die Abkürzungen der biblischen Bücher: von A, wie der Apostelgeschichte über die vier Evangelien bis Z, wie Zefanja.

Themen zu Fragen der Bibelübersetzungen (Textgrundlage, Übersetzungstypen, Geschichte der Bibelübersetzungen…) werden hier behandelt.

Hier finden Sie viele der bekanntesten Geschichten der Bibel gleich mit den dazugehörigen Bibelstellen. Wählen Sie nach Themen und entdecken Sie zentrale Texte zu Personen, Festen oder anderen bekannten Ereignissen in der Bibel.

Im Wissenschaftlichen Bibellexikon (WiBiLex) der Deutschen Bibelgesellschaft finden Sie Begriffserklärungen biblischer Begriffe. Zunächst wird der biblische Befund beschrieben und das Vorkommen der Begriffe in der Umwelt der Bibel aufgeführt, dann folgt die theologische Bedeutung der Begriffe.


Methoden, die Bibel zu lesen

Methoden wie das „Bibel-Teilen“ werden hier demnächst aufgeführt und erklärt.


Sehens- und Hörenswertes zur Bibel

Videoprojekt (YouTube) des Österreisichen Katholischen Biblwerks. In 11 kurzen Videos widmet sich Bibelwerksdirektorin Elisabeth Birnbaum der richtigen und vor allem genussvollen Bibellektüre, die viel mit einem guten Abendessen gemeinsam hat. Nach diesem Kurzkurs ist Ihnen der Genuss beim nächsten Bibellesen sicher.

Persönliche Einschätzung (K.U. Schröter): Eine interessante und kurzweilig Einführung in die Bibel, die nicht nur Lust macht auf ein gutes Essensmenü, sondern vor allem Lust macht, die Bibel zu genießen und sich auf wunderbare Weise von ihr zu ernähren.

Ein Hinweis: Einige „Gänge“ werden automatisch nacheinander abgespielt, dann wieder folgen andere Videos, die nichts mit der Verkostung zu tun haben.

Für eine virtuelle Reise durch die Bibel haben das Erzbistum München und Freising und die Evangelisch-Luth. Kirche in Bayern eine neue Website erarbeitet. 14 Etappen führen durch zentrale Texte aus dem Alten und dem Neuen Testament.

Persönliche Einschätzung (K.U. Schröter): Die Reise beginnt mit einer ausführlichen Einleitung, den Reise-Tipps.
Die einzelnen Etappen sind folgendermaßen aufgebau: nach einem Einstieg mit grundsätzlichen Informationen werden Themen oder biblische Bücher besprochen. Die Bibelstellen können per Link in der röm.-katholischen Einheitsübersetzung (2016) oder der Übersetzung nach Martin Luther (2017) gelesen werden. Am Ende jedes Abschnittes finden sich Fragen zu Weiterdenken und Inspirationen (Hinweise auf Texte, Bücher, Musikstücke und anderes) für weitere Entdeckungen.
Den Abschluss bilden die „Karawansereien„, Hinweise auf Einkehrtage.

Insgesamt eine sehr informative Reise, die zur eigenen Auseinandersetzung mit einzelnen Teilen der Bibel anregt. Schade ist, dass sie nur über die Hompage der Erdziözese München und Freising aufgerufen werden kann und nicht auf einer evangelischen Homepage mit dem entsprechenden Informations- und Verweissystem zu finden ist.

Unter Pfarrerstöchtern

Wie einsam war Gott vor der Schöpfung? Warum aß Eva vom verbotenen Apfel? Und was hat die Sintflut mit dem Klimawandel zu tun? Die Schwestern Sabine Rückert, stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT, und Johanna Haberer, Theologieprofessorin, sprechen über die Bibel. Sie erzählen all jene Geschichten, mit denen sie als Pfarrerstöchter aufgewachsen sind – und räumen dabei auf mit Kitsch und Klischees. Und sie fragen: Was sagen uns die uralten Mythen der Bibel heute? „Unter Pfarrerstöchtern“ will niemanden bekehren, sondern erzählen und zum Nachdenken anregen: Was steht eigentlich drin im Buch der Bücher, das seit Jahrtausenden die Weltgeschichte prägt?

Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

Quelle: Einführender Text zum Podcast

Persönliche Einschätzung (K.U. Schröter): Auf entspannte und profunde Art und Weise werden die biblischen Geschichten vorgestellt und gedeutet. Unbedingt hörenswert.

Ein kleiner Hinweis: Wenn Sie den Link in der obersten Zeile anklicken, werden Sie auf die Seite von ZEIT Online weitergeleitet. Wenn Sie kein Abo von ZEIT.de Pur haben, bestätigen Sie, dass Sie ZEIT.de „Mit Werbung“ lesen wollen. Sie werden dann direkt zum Podcast weitergeleitet.

Michael Sommer spielt die 66 Bücher der Bibel mit seinem Playmobil-Ensemble nach.

In 66 Videos bringt er mit Unterstützung und theologischer Beratung der evangelisch.de-Redaktion jedes Buch der Bibel jede Woche in rund 10 Minuten auf den Punkt. Und geschmunzelt werden darf dabei auch.

Die Videos sind auf YouTube erschienen.
Alle Videos als verlinkte Übersicht finden Sie unter https://www.evangelisch.de/bibel-to-go

Persönliche Einschätzung (K.U. Schröter): Holzschnittartig werden die wichtigsten Themen kurz und amüsant dargestellt – für alle, die einen schnellen Überblick über einzelne Bücher oder Themen der Bibel suchen.
Meines Erachtens trotz der Playmobil-Figuren nur bedingt für Kinder geeignet.

Falsche Deutungen der Bibel: „Manche Stellen muss man mit Warnhinweisen kennzeichnen“
Manche Abschnitte und Verse in der Bibel können falsch verstanden werden, wenn man sie isoliert betrachtet. Dies erläutert der (katholische) Theologe Thomas Hieke in einem Gespräch am Himmelfahrtstag (21.05.2020) in einem Interview in der Rubrik „Tag für Tag“ im Deutschlandfunk. Den Text des Interviews von Christiane Florin können Sie auf der Seite des Deutschlandfunks nachlesen.

zum Anhören:
Christiane Florin interviewt Thomas Hieke


Wie ist die Bibel entstanden?
Wer hat wann, wo und warum die Bibel verfasst? Fragen, die die Forschung seit langem beschäftigen. Jens Schröter und Konrad Schmid, zwei Theologen, haben jetzt den Stand der Forschung aufgearbeitet, mit überraschenden Ergebnissen: etwa, dass Altes und Neues Testament gleichzeitig zu Schriftsammlungen wurden.
Ein Beitrag für die Rubrik „Tag für Tag“ im Deutschlandfunk vom 29.11.2019 von Christian Röther. Um Infos zu lesen, klicken Sie hier.

zum Anhören:
Das Gespräch von Christian Röther mit Jens Schröter und Konrad Schmid