Fastenmail

Ab dem 17. Februar 2021 können Sie hier wöchentliche Impulse zu den Wochenthemen nachlesen. Wenn Sie diese gerne als E-Mail erhalten möchten, können Sie sich gerne in unseren Newsletter eintragen und die Impulse als Fastenmail abonnieren.


Woche 1: Alles auf Anfang

Während Gott die Erde erschafft, ist die Weisheit auch dabei. Spielerisch erkundet sie, was da alles so entsteht. Offen, arglos und unvoreingenommen – waren wir nicht auch mal so? Und können wir das noch? Die Welt ist ein Spielraum. Treten wir ein.

Bibeltext:

Die Weisheit spricht: Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. (…)
Als Gott die Grundfesten der Erde legte, da war ich beständig bei ihm; ich war seine Lust täglich und spielte vor ihm allezeit; ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den Menschenkindern.
(Sprüche 8, Verse 23 und 29b-30)


Woche 2: Von der Rolle

Jeremia meint, er sei zu jung, um Prophet zu sein. Rollenbilder und -erwartungen blockieren uns oft. Und wir stecken auch die anderen in Schubladen. Es tut gut, mal aus der Rolle zu fallen – oder auch spielerisch in eine andere zu schlüpfen.

Bibeltext:

Und des HERRN Wort geschah zu mir: Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.
(Jeremia 1, Verse 4-8)


Woche 3: Das Spiel mit dem Nein

Zwei Hebammen widersetzen sich einem Befehl. Sie nutzen den kleinen Spielraum, den sie haben. Regeln zu hinterfragen, Grenzen auszuweiten, widerständig zu sein – wir sind auf der Suche nach der inneren Freiheit, wo die äußere fehlt.

Bibeltext:

Und der König von Ägypten sprach zu den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schifra hieß und die andere Pua: Wenn ihr den hebräischen Frauen bei der Geburt helft, dann seht auf das Geschlecht. Wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn; ist’s aber eine Tochter, so lasst sie leben. Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben. Da rief der König von Ägypten die Hebammen und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasst? Die Hebammen antworteten dem Pharao: Die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen, denn sie sind kräftige Frauen. Ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren.
(2. Mose [Exodus] 1, Verse 15-20)


Woche 4: Dir zuliebe?

Liebe erträgt alles, duldet alles, heißt es im Hohelied. Ist das wirklich so? Welchen Freiraum muss ich dem anderen lassen, welche Spielregeln brauche ich, damit die Liebe ungehindert fließen kann?

Bibeltext:

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
(1. Korintherbrief 13, Verse 4-7)


Woche 5: Geht doch!

Abraham und Lot kriegen es zusammen nicht hin. Bis einer von ihnen einen guten Vorschlag macht. Ungelöste Konflikte lähmen und blockieren uns. Keiner kommt dabei weiter. Damit sich was bewegt, muss sich einer bewegen. Dann geht plötzlich doch was.

Bibeltext:

So zog Abram herauf aus Ägypten mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot mit ihm ins Südland. Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. (…) Lot aber (…) hatte auch Schafe und Rinder und Zelte. Und das Land konnte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war groß und sie konnten nicht beieinander wohnen. Und es war immer Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. (…) Da sprach Abram zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder. Steht dir nicht alles Land offen? Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten, oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. Da hob Lot seine Augen auf und sah die ganze Gegend am Jordan, dass sie wasserreich war. (…) Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog nach Osten. Also trennte sich ein Bruder von dem andern.
(1. Mose [Genesis] 13, Verse 1-11 in Auswahl)


Woche 6: Richtungswechsel

Bileam treibt seine Eselin weiter, immer weiter. Bis sie nicht mehr kann und er ihr endlich zuhören muss. Manchmal laufen wir starr immer weiter, ignorieren geflissentlich alle Unkenrufe und sehen gar nicht, dass es mehr als nur eine Richtung gibt.

Bibeltext:

Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin (…). Aber der Zorn Gottes entbrannte darüber, dass er hinzog. Und der Engel des HERRN trat in den Weg, um ihm zu widerstehen. (…) Und die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen. Da trat der Engel des HERRN auf den Pfad (…), wo auf beiden Seiten Mauern waren. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, drängte sie sich an die Mauer und klemmte Bileam den Fuß ein an der Mauer, und er schlug sie noch mehr. Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Platz mehr war auszuweichen. (…) Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf die Knie unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stecken. Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was hab ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast? Bileam sprach zur Eselin: Weil du Mutwillen mit mir treibst! Ach dass ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich töten! Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? (…) Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen (…), und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht. Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn der Weg vor mir führt ins Verderben.
(4. Mose [Numeri] 22, Verse 21-32 in Auswahl)


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Für Fragen stehen Ihnen die Pfarrerinnen und Pfarrer im Upland gerne zur Verfügung.